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THW-Thema
 

Das THW-Neukonzept

Im Jahre 1994 wurde die Struktur des Technischen Hilfswerk aufgrund der neuen sicherheitpolitischen Situation in der Bundesrepublik Deutschland neu geregelt. Hieraus entstand dann das Neukonzept für das THW, welches vom damaligen Bundesinnenminister Manfred Kanther veranlaßt wurde. Dieses Neukonzept war unbedingt erforderlich gewesen, wegen der ebenfalls veränderten Anforderungen des THW bei größeren oder langwierigen Katastrophen oder Schadenslagen.

Die bisherige Struktur der Ortsverbände und der Einheiten, sowie die Kraftfahrzeug und Materialausstattung entsprach nicht mehr den Anforderungen . Dies mag vielleicht ein Grund gewesen sein, der andere nicht in Erscheinung getretene Grund liegt sehr wahrscheinlich darin, daß der Bund sich aus einigen Bereichen des Katastrophenschutz ausklinken wollte, und dies nur der Vorwand war. Denn bis zum Neukonzept wurde auch ein Teil der ABC-Züge und der Fernmeldezüge durch das THW betrieben.

Die ABC-Züge des THW wurden allesamt aufgelöst und an die Feuerwehren abgegeben. Die Kraftfahrzeuge und die Geräteausstattung wurde hier den einzelnen Feuerwehren überlassen. Aus dem alten ABC-Zug wurde bei der Feuerwehr dann der Löschzug-Gefahrgut. Die Fernmeldezüge wurden auf verschiedene Hilfsorganisationen verteilt, wie z.B. Malteser, Johanniter Unfall Hilfe und das Deutsche Rote Kreuz, aber auch diverse Feuerwehren erhielten die Ausstattung der FM-Züge.

Das THW erhielt je Geschäftsführerbereich (GFB) eine Fachgruppe Führung / Kommunikation. Die Fachgruppe FüKom entstand zum Teil aus den alten Fernmeldezügen.

Die Fachgruppe FüKom kommt immer dann zum Einsatz wenn mehr als zwei Technische Züge sich im Einsatz befinden.

Die neuen Strukturen im Technischen Hilfswerk

Als Grundlage für das Neukonzept dienten dem BMI die Strukturen der einzelnen Bundesländer. Der Spezialierungsvorteil des THW liegt in Bereichen, in denen die Behörden und Stellen des Bundes, der Länder, der Kommunen und die öffentlichen Unternehmen Schäden entweder  

quantitativ
qualitativ oder
zeitgerecht

nicht beseitigen können. In solchen Fällen kann die nötige Fachkompetenz des THW zeitgerecht und dem Aufwand entsprechend eingesetzt werden. Das THW kann in der Regel im Katastrophenfall dann die Kräfte der alltäglichen Gefahrenabwehr ergänzen oder ablösen, wenn die Einheiten THW spezifische Aufgaben zu erledigen haben.

Der THW - Ortsverband  

  • Ortsbeauftragter
  • Stellvertretenter Ortsbeauftragter
  • OV-Ausbildungsbeauftragter, zugleich  Fachberater/Verbindungsmann beim Stab KatS-Behörde, der TEL oder einer anderen Behörde
  • Verwaltungshelfer
  • Schirrmeister
  • Helfer für Öffentlichkeitsarbeit und Helferwerbung
  • Jugendbetreuer
  • OV-Koch

Das vom THW zu bewältigende Einsatzspektrum erfordert in jedem Ortsverband eine Mindestvorhaltung von einem Technischen Zug (TZ) mit drei Gruppen der unterschiedlichsten Ausstattung. Durch das Neukonzept unterscheidet man die Einheiten als:

Örtliche Einheiten mit mindestens einem Technischen Zug

Überörtliche Facheinheiten für die technische Schwerpunktbildung, bei Bekämpfung von Wassergefahren- und schäden, zur Ortung, Räumung sowie zur Elektroversorgung. Hierzu gehören auch die THW Einheiten Führung, Kommunikation und Logistk.

Überregionale Facheinheiten für Katastrophen größeren Ausmaßes und Auslandeinsätze sowie für besondere Schadensfälle im Rahmen der Sicherstellung der Wasserversorgung, der Ölschadensbekämpfung bzw. des Umweltschutzes und des Bräckenbaus.

Für die Schnelleinsatzheiten Bergung im Ausland (SEEBA ) stehen sechs weitere Fachgruppen SEEBA zur Verfügung.